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Leitgedanken


  1. Wir wollen den Kindern einen Lebensraum bieten, in dem sie ein freundliches und offenes Schul- und Lernklima finden. Insbesondere liegt uns eine kindgerechte Schulhofgestaltung am Herzen.

  2. Unsere Schule hat die Vermittlung einer grundlegenden und allgemeinen Bildung zum Ziel.

  3. Die Entwicklung und Förderung des selbstständigen Lernens und Arbeitens ist eine wesentliche Aufgabe.

  4. Das Ziel unserer Erziehungsarbeit ist die Einhaltung und Achtung ethischer Grundsätze.
    • Toleranz
    • Soziales Engagement
    • Verantwortungsbewusstsein
    • Teamfähigkeit
    • Zivilcourage
    • Selbstbewusstsein
    • Höflichkeit
    • Ablehnung jeglicher Gewalt

  5. Aktive Elternarbeit ist uns sehr wichtig.

  6. Die Einbeziehung außerschulischer Lernorte und Mitarbeit von Experten soll unseren Schülerinnen und Schülern die Wahrnehmung und Teilnahme am sozialen Umfeld ermöglichen.

 

 

Lesekonzept

 
  1. Vorwort
  2. Vorschulischer Bereich
  3. Leselernprozess im Anfangsunterricht
  4. Weiterführender Leseunterricht
  5. Anbahnung einer Lesekultur u. Elternarbeit

1. Vorwort
Wer liest, weiß mehr, entwickelt mehr Phantasie und Kreativität, kann sich besser ausdrücken, kann kritischer urteilen, profitiert von den Erfahrungen anderer, erschließt sich lebendige Kultur, vermag gezielter und produktiver aus dem Medienangebot auswählen, hat mehr Erfolg in der Schule und genießt letztendlich. Kompetente Leser sind auch die kompetenteren Mediennutzer.

Im letzten Jahrzehnt ist die Nutzung des Fernsehens um das Fünffache gestiegen, der Stellenwert des Buches dagegen deutlich gesunken.

Erziehung zum Lesen ist in erster Linie eine Aufgabe der Familie. Eine Studie zeigt jedoch, dass die Realität oft anders ist. Einem Drittel der Kinder wird zu Hause nie vorgelesen, 43% werden nicht zum Lesen motiviert und weit über die Hälfte erhält keine häusliche Hilfe beim Lesen. Es kann also nicht davon ausgegangen werden, dass die Familie ihre sozialisatorische Aufgabe hinsichtlich der Lesesozialisation wahrnimmt. Um dieser Entwicklung und den Ergebnissen der IGLU/PISA-Studie Rechnung zu tragen, wurde „Lesenlernen“ 2004 zum Strategischen Ziel Nr. 1 in Hessen erklärt und haben die LehrerInnen der Hans-Memling-Schule Leseförderung zu einem Schwerpunkt ihrer Arbeit gemacht. Das vorliegende Konzept beschreibt die Zielsetzung eines zukunftsweisenden Leseunterrichts und setzt die Mitarbeit aller Mitglieder der Schulgemeinde voraus.

2. Vorschulischer Bereich

SchülerInnen unserer Schule, deren Muttersprache nicht Deutsch ist, besuchen vor der Einschulung einen Vorlaufkurs zur Sprachförderung. In einigen Kindergärten des Einzugsgebiets der HMS wird das Würzburger Trainingsprogramm „Hören, Lauschen, Lernen“ zur phonologischen Bewusstheit v. Küspert und Schneider durchgeführt. Mit Hilfe eines Screenings (ca. 9 Monate vor der Einschulung) stellen die LehrerInnen Wahrnehmungsschwierigkeiten der zukünftigen SchülerInnen fest und weisen die Eltern der auffälligen Kinder auf Fördermaßnahmen hin.


3. Leselernprozess im Anfangsunterricht
Kompetenzen und Ziele, Methoden, Diagnose und Förderung

Nach Abschluss des Leselernprozesses im Anfangsunterricht (1./2. Schuljahr) sollen alle SchülerInnen in der Lage sein, altersgemäße Texte inhaltlich zu erfassen. Voraussetzung hierfür ist eine gelingende Laut-Buchstaben-Zuordnung sowie die Synthese auf Laut-, Wort-, Satz- und Textebene.Der Leselernprozess wird begleitet von Arbeitsmaterial, das sich einerseits an der analytisch-synthetischen Methode sowie andererseits an der Arbeit mit der Anlauttabelle orientiert. Lesetexte auf unterschiedlichem Leseniveau, Übungen zum Leseverständnis sowie das tägliche häusliche Lesen mit dem Lesewurm (Urkunde etc.) fördern die Entwicklung des einzelnen Kindes. Spezielles Fördermaterial für Kinder mit Förderbedarf: Wort-/Bild-Memory; Anlautspiele (auch mit dem Computer) etc. Als Diagnoseinstrument wird ab dem 2. Schuljahr der „Stolperwörtertest“ eingesetzt. Das Vorlesen von Kinderliteratur sowie der gemeinsame Besuch der Schülerbücherei verstärken die Leselernmotivation zu Beginn der Schulzeit.

4. Weiterführender Leseunterricht

Kompetenzen, Ziele, Methoden und Strategien, Überprüfung des Lernstands

Ziele des weiterführenden, fächerübergreifenden Leseunterrichts ab Klasse 2 sind der fließende, sinnentnehmende Vortrag eines geübten, später auch ungeübten Lesetextes, das inhaltliche Erschließen bekannter und fremder Texte sowie die Fähigkeit, Gelesenes wiedergeben, in einen Zusammenhang stellen und beurteilen zu können. Die Schüler sollen befähigt werden, literarische Gattungen (Gedicht, Sage etc.) zu erkennen und unterschiedliche Medien produktiv zu nutzen. Methoden und Strategien zur Texterschließung werden bspw. im Rahmen einer „Methodenwoche“ eingeübt (Markieren, Überschriften finden etc), Übungsformen (z. Bsp. mit Hilfe des „Lesewurms“) fortgesetzt. Die gemeinsame Klassenlektüre zeitgemäßer Kinderliteratur sowie das Internetprojekt Antolin dienen dem Training der Lesefertigkeit. Der Stolperwörtertest bietet im 2./3. Schuljahr eine Lernstandskontrolle. Förder- und Differenzierungsunterricht geht auf erkannte Leseschwächen ein.

5. Anbahnung einer Lesekultur/Elternarbeit
Ritualisierte Lesezeiten während des Unterrichts, das Mitbringen von Geburtstagsbüchern für die Klassenbibliothek, das Einrichten von Leseecken im Klassenraum, die Vorstellung von Lieblingsbüchern, Besuche der Schul- und Stadtbibliothek, Lesenächte und Vorlesewettbewerbe schaffen Gelegenheit und Raum zum Umgang mit Schriftkultur. Autorenlesungen finden regelmäßig inner- und außerhalb der Schule statt. Die Eltern werden auf Eltern- und Informationsabenden über die Bedeutung und den Ablauf des Leselernprozesses informiert (Checkliste zur Leseerziehung für die Eltern). Sie wirken unterstützend mit bei Projektwochen zum Thema „Lesen“ sowie bei der Organisation der Schulbibliothek mit festen Ausleihzeiten.